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Gemeinschaftssinn und Ethik an Bildungseinrichtungungen fördern

Robin Robin  •  2020-04-24  •  Soziale Gerechtigkeit  • 

Gemeinschaft und Ethik muss gemeinsam erlernt und gefördert werden

Wortlaut der Petition

Die Regierung darf die ethische Erziehung der heranwachsenden Generation nicht vernachlässigen, denn sie wird die Zukunft formen. Die Regierung muss deshalb größtmögliche Anstrengungen unternehmen, gemeinschaftliche Ethikbildung an Bildungseinrichtungen und frühkindlichen Einrichtungen zu etablieren. Zusätzlich muss sie Organisationen stärker fördern, die sich der psychischen Gesundheit und Entwicklung an (frühkindlichen) Bildungseinrichtungen widmen und den Diskurs über dieses Thema verstärken

Begründung

Die Weltbevölkerung sieht sich mit großen Herausforderungen konfrontiert, die meist ihren Ursprung im Mangel an Ethik und Gemeinschaftsgefühl Einzelner haben. Radikalisierung, Diskriminierung, Mobbing aber auch Armut, Hunger, Kriege und die Klimakrise lassen sich zum größten Teil auf Egoismus, Gleichgültigkeit, Gier und Hass einzelner Personen zurückführen. Auch Stress, Burnout und andere psychische Erkrankungen nehmen stark zu (1).

Der Mensch ist in der Lage, konstruktive Eigenschaften wie Gemeinschaftssinn, Empathie, Respekt und Hilfsbereitschaft zu entwickeln, besonders wenn das Umfeld in jungen Jahren förderlich ist. Jedoch wurde bis jetzt dieser grundlegende Aspekt von der Regierung vernachlässigt und das zeigt nun Resultate - junge Menschen zeigen wesentlich weniger Mitgefühl und Sinn für Gemeinschaft (2). Sozialpädagoge Prof. Holger Ziegler spricht von einer "gesellschaftlichen Degenerationsspirale" und nennt die Entwicklung "verheerend" (3). Forscher und bedeutende Persönlichkeiten plädieren seit langem für mehr ethische Bildung der jungen Menschen. Zwar gibt es vereinzelt Bemühungen und den Ethikunterricht, jedoch ist dieser lediglich Ersatzfach und in seiner Form als Frontalunterricht aus sozialpädagogischer Sicht fragwürdig. Die ethische und gemeinschaftliche Erziehung und Bildung muss in einem geimeinsamen Entwicklungsprozess erarbeitet werden, bei dem die Lehrkräfte/ Erzieher/ Anleiter lediglich den Rahmen schaffen.

Die Regierung darf die ethische Erziehung der heranwachsenden Generation nicht vernachlässigen, denn sie werden die Zukunft formen. Die Regierung muss deshalb größtmögliche Anstrengungen unternehmen, gemeinschaftliche Ethikbildung an Bildungseinrichtungen und frühkindlichen Einrichtungen zu etablieren. Zusätzlich muss sie Organisationen stärker fördern, die sich der psychischen Gesundheit und Entwicklung an (frühkindlichen) Bildungseinrichtungen widmen (4) und den Diskurs darüber verstärken.

(1) relativer Anteil psychischer Erkrankungen am Arbeitsunfähigkeitsgeschehen stieg in den letzten 40 Jahren von zwei Prozent auf 16,6 Prozent; BKK Gesundheitsreport 2018

(2) Generation "Rücksichtslos"?, Gemeinschaftssinn bei Kindern und Jugendlichen; Universität Bielefeld und Bepanthen-Kinderförderung; Juni 2019

(3) https://www.news4teachers.de/2020/02/generation-ruecksichtslos-forscher-schlagen-alarm-jedes-5-kind-und-jeder-3-jugendliche-zeigen-kaum-mitgefuehl-fuer-andere/ (abgerufen am 24.04.2020)

(4) z.B. AVE-Institut; Mind with Heart

 


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  • Ryck

    Mit der Förderung vom Gemeinschaftssinn und Ethik an Bildungseinrichtungen bin ich nur dann einverstanden , wenn in diese Förderung auch die Erziehungsberechtigten integriert werden.

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