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Verbot von Mikroplastik in Kosmetika!

wirBERLIN wirBERLIN  •  2020-04-24  •  Klima und Biodiversität  • 

Mikroplastik in Kosmetikprodukten soll verboten werden!

Wortlaut der Petition

Länder wie Schweden oder die USA machen es uns vor: Kosmetika, die Mikroplastik enthalten sind dort verboten. Im gesamten Gebilde gesehen macht Mikroplastik in Kosmetika zwar nur einen geringen Teil des in die Natur eingebrachten Mikroplastiks aus, jedoch betrifft es das alltägliche Leben der Bürger*innen und ein gesundheitlicher Schaden kann, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht ausgeschlossen werden. Wir fordern daher Mikroplastik, auch in flüssiger Form, in Kosmetikprodukten zu verbieten.

Begründung

Durch die Fraunhofer Studie (Bertling, Jürgen; Bertling, Ralf; Hamann, Leandra: Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik. Ursachen, Mengen, Umweltschicksale, Wirkungen, Lösungsansätze, Empfehlungen. Kurzfassung der Konsortialstudie, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT (Hrsg.), Oberhausen, Juni 2018) wird bestätigt, dass "Schadwirkungen auf Organismen bereits sichtbar und deren Ausweitung auf weitere Organismen sehr wahrscheinlich" sind. Demnach empfiehlt die Studie weiter, dass Lenkungsmaßnahmen, welche die "intendierte Zugabe verringern" können, per Verbot von bestimmten Produkten durchgeführt werden sollten und kritische Stoffe entsprechend substituiert werden. In einem Antwortschreiben (19/2451) auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Bettina Hoffmann, Steffi Lemke, Renate Künast, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/1966 –  vom 04.06.2018 schreibt die Bundesregierung außerdem: »Jeder Kunststoff in oder aus einem Produkt oder Abfall mit direktem oder indirektem Kontakt zur Umwelt kann grundsätzlich einen Beitrag zum Eintrag von Mikro- und Nanokunststoff in die Umwelt darstellen. Insofern sind Einträge aus fast allen anthropogenen Bereichen zu erwarten.« Wenn dies erwartet wird, müssen auch entsprechend alle Eintragspfade kontrolliert und reguliert werden, um den gesamten Prozess des Eintrags zu stoppen.  Reportagen wie "Das Plastik in mir: Wie der Müll uns krank macht" des Reporters Jenke von Wilmsdorff, verfehlten ihre Wirkung nicht und bewegten nicht nur Millionen von Zuschauer*innen vor den Fernsehern, sondern auch die Öffentlichkeit in den sozialen Medien im Nachgang. Abschließend teilt die Bundesregierung die Schlussfolgerungen und Ansichten einer Studie („Mikroplastik in Binnengewässern in Süd- und Westdeutschland“), die im Auftrag der Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erstellt wurde, dass „obwohl – oder gerade weil – wissenschaftliche Erkenntnisse über die ökologischen Auswirkungen von (Mikro)Plastik noch weitgehend fehlen, […] im Sinne des Vorsorgeprinzips frühzeitig Maßnahmen zur Reduktion weiterer Einträge eingeleitet werden [sollten], um eine fortschreitende Akkumulation dieser hochpersistenten Materialien zu vermeiden“. Seit einigen Jahren bestätigt nun die Bundesregierung einen engen Austausch mit Kosmetikhersteller*innen und beteuert, dass der freiwillige Verzicht auf Mikroplastik der Kosmetikhersteller*innen gut vorangehe. Da die freiwilligen Bemühungen nach wie vor zu keinem unbedenklich möglichen Kaufverhalten durch die Bürger*innen bei Kosmetika beitrugen, fordern wir den Ausstieg der Hersteller*innen per Gesetz und damit ein Verbot zur Verwendung sämtlicher Mikroplastikpartikel, auch in flüssiger Form, in Kosmetika. Da die Handelsbeziehungen in Europa stark ausgeprägt sind und ein Alleingang durch Deutschland ausschließlich als Vorbild dienen kann, fordern wir auch den Einsatz der Bundesregierung für das Verbot auf Europäischer Ebene.

Weiterführende Informationen Dieser Vorschlag wird unterstützt von:

wirBERLIN gGmbH Bernadottestr. 6 14193 Berlin www.wir-berlin.org

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

stehle@wir-berlin.org

Kontaktiere mich gerne, wenn du dich offline zu diesem Vorschlag austauschen möchtest. Für mich wäre dies möglich in:

Berlin


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  • M. Höppner

    Mikroplastik in Kosmetik zu verbieten ist sicherlich ein guter Weg. Aber das reicht nicht. Mikroplastik muss generell verboten werden. Denkt an all die Hightech Sportklamotten,.....Plastikmüll komplett verbieten wäre noch schlauer. Aber es liegt an uns - ich habe selbst noch nie einen Coffee to Go Becher gekauft, .......Der Verbraucher bestimmt das Angebot - und wir wollen es schnell und billig

    2 Stimmen  |  Ich stimme zu 2
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  • Noemi

    Mikroplastik hat schon jetzt ein mieses Image, und Hersteller werben bereits damit, dass ihre Produkte mikroplastikfrei sind. Hier regelt vermutlich der Markt/die Nachfrage das Angebot.

    1 Stimme  |  Ich stimme zu 1
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