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Bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Lisa Lisa  •  2020-04-21  •  Andere  • 

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Wortlaut der Petition

Forderungen für verbesserte Arbeitsbedingungen: Pflegekräfte sollen max. 7 Dienste in Folge arbeiten dürfen. Nach 7 Diensten in Folge müssen 2 Tage freigegeben werden. Nach dem Nachtdienst zählt der "Ausschlaftag" als Arbeitstag und nicht als freier Tag. Zuschläge müssen besser bezahlt werden.

Begründung

In den letzten Wochen ist uns alle bewusst geworden, dass Pflegekräfte einen der wichtigsten Jobs machen. Sie werden schlecht bezahlt und haben einen hohen Stressfaktor. Die Pflege kämpft seit Jahren, dass sich diese Bedingungen in ihren Beruf verbessern. Wir alle müssen jetzt für sie kämpfen, da sie immer für die schwachen und kranken in unsere Gesellschaft da sind.

Durch Gesetze dürfen Pflegekräfte in Deutschland bis zu 12 Tage am Stück arbeiten. Dann muss mindestens 1 Tag frei gegeben werden. Pflegekäfte könnten theoretisch dann nach einen Tag frei wieder 12 Tage am Stück arbeiten. Das führt zu einer krassen Überlastung der Pflegekräfte. 

Die Regelung des Nachtdienste führt zu enormen Belastung der Pflegekräfte, z.B. eine Pflegekraft hat am Montag einen Nachtdienst. Kommt sie Dienstag aus der Arbeit. Der Montag wird als Arbeitstag gesehen, aber nicht der Dienstag, der gild als freier Tag, obwohl man 7 Stunden am diesen Tag arbeitet. Der "freie Tag" wird von der Pflegekraft genutzt um zu schlafen, weil man ja nachts gearbeitet hat. Dazu kommt, dass man nach dem Gesetz  am folgenden Tag (Mittwoch) wieder einen Frühdienst machen könnte. Die krassen Schichtwechseln stressen den Körper der Pflegekräfte auf das Maximum. 

Zuschläge von Feiertagen, Nachtdienst müssen besser bezahlt werden, da diese Dienste besonders hart sind, weil das Privatleben der Pflegekräfte besonders darunter leidet. 

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

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  • durschtkugel

    Verbesserungen für Pflegekräfte sind zwingend notwendig - aber der Petitionstext spricht ja nur einen kleinen Teil der ganzen Problematik an. Da fehlen entscheidende Forderungen: Personalbemessung am Bedarf, Abschaffung des DRG-Systems, höheres Gehalt, Einbeziehung aller Pflegekräfte - auch aus der Altenpflege oder aus dem ambulanten Bereich, Schluß mit Profitmaximierung (vor allem bei privaten Trägern) auf Kosten von Patienten und Pflegekräften.

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  • D.T.

    Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass die Pflege viel bessere Arbeitsbedingungen benötigt. Die Arbeitsbelastung resultiert aus der Zahl der zu betreuenden Patienten pro Fachpflegeperson und das gilt über alle Schichten und Fachdisziplinen. Siehe Vergleich mit anderen Ländern z. B. Norwegen usw. . Ihre Beispiele beziehen sich auf die Gestaltung des Dienstplanes, leider haben Sie offenbar einen wenig mitarbeiterfreundlichen Vorgesetzten

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  • Charlz

    Im Verlauf der Corona-Krise wurde die Untergrenze für die Mindestbesetzung auf Station aufgehoben. Ist sie eigentlich mittlerweile wieder eingesetzt?
    Und die versprochenen Zahlungen? Wo sind die gelandet?
    Die Intensivstationen/ verfügbaren Intensivbetten waren, trotz großer Ankündigung, nie voll belegt. Aber dennoch musten Krankenpfleger/innen und deren Familien leiden. Sie lebten teilweise Wochenlang wie in Quarantäne, da sie ja "Kontaktpersonen" waren. Manche wurden deshalb nicht von Ärzten behandelt. Durchaus mit eventuellen lebenslangen Folgen, durch Nichtbehandlung der erkrankten Person.
    Auch eigentliche Freunde und Familien haben die Familien der Pfleger/innen "verstoßen" aus Angst vor Kontakt.

    Faire Bedingungen für Krankenpfleger/innen sind noch immer aktuell, auch wenn sie nach der aktuellen Corona- Flaute nichtmehr im Gespräch sind. Und eine finanzielle Entschädigung für das Leid, das sie erdulden mussten, finde ich durchaus angebracht!

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  • Joa_Falkenhagen

    Zu pauschale arbeitszeitrechtliche Regelungen können leider auch mal kontraproduktive Folgen haben. Wenn bei einer 7-Tages-Obergrenze zum Beispiel eine andere Kollegin wegen Krankheit ausfällt, eine dritte in Urlaub gehen möchte und auf der Station als weitere Vorschrift eine gewisse Mindestbesetzung gefordert wird, kann das dazu führen, dass die letztgenannte ihren Urlaub absagen muss. Oder, es wären noch 8 Tage zu arbeiten, danach ist eine längere Urlaubspause, dann will man auch nicht nach sieben Tagen erst mal zwei Tage warten müssen. Mehrfach 12 Tage Dienst, ein Tag Pause und wieder 12 Tage Dienst ist eindeutig zu viel, aber einfache Regelungen führen zu unbeabsichtigten Härten. Es sollte z.B. andere Höchstzahlen geben, wenn wegen Krankheit unerwartet erhöhter Bedarf entsteht, oder wenn die Pausentage zu Nachteilen für die Mitarbeiter führen.
    Es sollte nicht nur die Zahl der Arbeitstage vor der Pausenperiode für die Länge der Pausen zählen, sondern auch die nach den Pausentagen.

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