12062020 Olympia Petitionsplattform

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Recht auf Auswahl! Verpflichtendes Angebot von Mehrwegverpackungen im To-Go-Bere

Zero Waste e.V. Zero Waste e.V.  •  2020-04-15  •  Klima und Biodiversität  • 


Wortlaut der Petition

Der Deutsche Bundestag möge ein Recht auf Auswahl von Mehrwegverpackungen im To-Go-Bereich für Verbraucher*innen beschließen. Gastronom*innen müssen Verbraucher*innen bei To-Go-Angeboten und Außer-Haus-Lieferungen die bewusste Auswahl einer Mehrwegalternative zur Mitnahme oder Lieferung von Speisen anbieten.

Begründung

Mehr als 280.000 Tonnen Verpackungsmüll entstehen in der Bundesrepublik Deutschland jährlich durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen. Davon entfallen rund 58% auf Teller, Boxen, Schalen etc. Die EU hat ab 2021 alle Einwegverpackungen verboten, um die Plastikflut einzudämmen. Problem: Dieses Verbot trifft bei den To-Go-Verpackungen lediglich die Verpackungen für warme Speisen aus Polystyrol (Styropor). Daher sind bspw. Nudelboxen oder Verpackungen aus Pappe mit Plastikdeckel von dem Verbot nicht betroffen. So werden auch nach Inkrafttreten des Gesetzes weiterhin To-Go-Verpackungen nur einmalig benutzt und somit weiterhin vermeidbarer Abfall   erzeugt. 

Gastronom*innen sollen dazu verpflichtet werden, Verbraucher*innen die Wahl zu lassen. Dabei sollen diese zwischen gängigen Einwegverpackungen und einer Mehrwegalternative entscheiden dürfen. Die Verbraucher*innen können dadurch bewusst entscheiden, ob sie ihre Speisen aus einer Einwegverpackung oder einer umweltfreundlichen Mehrwegalternative geliefert bekommen und genießen wollen. Gastronom*innen können dabei auf bestehende Mehrweglösungen zurückgreifen und sich an entsprechende Unternehmen zur Kooperation wenden, wie  z.B. ReBowl, Triffin oder ReCircle. 

Durch die gesetzliche Verpflichtung werden nachhaltige Innovationsprozesse der Verpackungsbranche gefördert. Hierdurch entsteht eine Win-Win-Situation. Gastronom*innen können wählen, ob sie sich für einen Kooperationspartner entscheiden oder lieber eine eigene Lösung entwickeln. Insbesondere durch Partnerschaften mit Unternehmen, die Mehrwegalternativen anbieten, kann ein solches Pfandsystem wirtschaftlich erfolgreich etabliert und genutzt werden. Dadurch ergibt sich für Gastronom*innen auch die Chance, dass Verbraucher*innen immer wieder ihr Restaurant besuchen, da sie hier die Mehrwegalternative befüllen und wieder zurückgeben können.

Anreize für Verbraucher*innen, die Mehrweglösung zu nutzen, können neben dem reinen Goodwill Preisnachlasse seitens der Gastronom*innen sein. Eine mögliche Idee ist es, diesen Preisnachlass steuerlich geltend zu machen. Daher könnten Gastronom*innen jede Bestellung mit Mehrwegverpackung steuerlich geltend machen und sich so den vorab gewährten Preisnachlass bei der Steuererklärung zurückholen. Auch wäre es denkbar, die Mehrwertsteuer für verkaufte Speisen in der Mehrwegalternative zu erlassen.

Weiterführende Informationen

https://utopia.de/recircle-mehrweg-take-away-essen-ohne-muell-52160/ https://www.vzbv.de/pressemitteilung/verbraucher-wollen-weniger-go-muell https://rebowl.de/ https://www.tiffinloop.de/ https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/25294.html https://life-online.de/project/mitte-auf-dem-mehrweg/ https://www1.wdr.de/verbraucher/ernaehrung/geschirr-mehrweg-statt-einweg-100.html

Dieser Vorschlag wird unterstützt von:

Zero Waste e.V.

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

PN oder julia.seiffert@zerowasteverein.de

Kontaktiere mich gerne, wenn du dich offline zu diesem Vorschlag austauschen möchtest. Für mich wäre dies möglich in:

Da Corona geht das ja nur online. Aber wir sitzen in Berlin.


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