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Gerecht handeln: verbindliche Umwelt- und Fair-Trade-Standards für alle Produkte

Jana Groth Jana Groth  •  2020-03-30  •  Soziale Gerechtigkeit  • 

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Wortlaut der Petition

Wir fordern verbindliche Umwelt- und Fair-Trade-Standards für alle innerhalb Deutschlands erhältlichen Produkte. Die Importeure haben dabei die Nachweispflicht. Sie müssen zeigen, dass die von ihnen eingeführten Güter unter sozialen und ökologischen Bedingungen produziert wurden.

Begründung

Viele Produkte, die innerhalb Deutschlands erhältlich sind, können nur deshalb so billig sein, weil in den Herkunftsländern soziale und ökologische Standards ignoriert werden. Dies hat massive Auswirkungen auf das Leben der lokalen Bevölkerung: Multinationale Unternehmen kaufen in großem Stil landwirtschaftliche Flächen auf und rauben den lokalen Bauern ihre Lebensgrundlage. Boden, Wasser und Luft werden verschmutzt durch unzureichende Umweltauflagen. Fehlender Arbeitsschutz gefährdet die Gesundheit der lokalen Arbeiter*innen.

Freiwilligkeit wie etwa beim staatlichen Siegel "grüner Knopf" für Textilien sind bei Weitem nicht wirksam genug und ein unhaltbarer Zustand: Ausbeutung von Menschen durch unfaire Löhne und mangelnden Arbeitsschutz und die massive Schädigung der Umwelt und der Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung können nicht die Normalität sein und umwelt- und sozialverträgliche Produkte die Nische für Menschen, die Zeit und Geld erübrigen können, um diese Produkte zu finden und zu kaufen. 

Sich auch um Menschen und die Umwelt in anderen Ländern zu sorgen und nicht auf ihre Kosten Profite zu machen, ist nicht nur eine ethische Pflicht. Schadstoffe kennen keine Grenzen und kommen über die Luft, Verbraucherprodukte und Nahrungsmittel auch zu uns zurück. Die Abschaffung von Sozial- und Umweltdumping würde auch die Produktion in Deutschland fördern und klimaschädliche Transporte verringern. Ein wirklich treibhausgasneutrales und nachhaltiges Deutschland ist nicht möglich, solange wir unsere Konsumgüter in anderen Ländern ohne Rücksicht auf Klima, Umwelt und Soziales produzieren lassen.

Konzepte und Gutachten, die zeigen, dass und wie dieses Vorhaben möglich ist, liegen vor, etwa bei der Initiative Lieferkettengesetz, dem Umweltbundesamt und dem Bundesumweltministerium. Sie sollten genutzt werden, um dieses Thema schnell anzugehen, spätestens sobald deutsche Unternehmen nach der Coronavirus-Krise zur Tagesordnung übergehen. Deutschland sollte hier vorangehen und sich auch auf europäischer und internationaler Ebene dafür einsetzen.

Weiterführende Informationen

https://lieferkettengesetz.de https://www.youtube.com/watch?v=2q69zuSqYsc https://www.exportinitiative-umweltschutz.de/de/service/publikationen/umweltatlas-lieferketten-umweltwirkungen-und-hot-spots-in-der-lieferkette https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/hintergrundpapier_unternehmerische_sorgfaltspflichten.pdf https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbezogene-menschenrechtliche https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/nachhaltiges-lieferkettenmanagement https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/merkel-und-altmaier-bremsen-lieferkettengesetz-16672861.html https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gueterproduktion-lieferkettengesetz-sorgt-fuer-unmut-bei-merkel-und-altmaier/25593750.html?ticket=ST-1140725-n1e4s3HwECBtir1v2MRS-ap1

Dieser Vorschlag wird unterstützt von:

Initiative zur Gründung einer Partei für Lebensqualität (PLQ) https://www.plq.de/

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

kontakt{ät}plq.de

Kontaktiere mich gerne, wenn du dich offline zu diesem Vorschlag austauschen möchtest. Für mich wäre dies möglich in:

Dresden, Marburg


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