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Pandemien verhindern: Importverbot für exotische Wildtiere

PETA e.V. PETA e.V.  •  2020-03-29  •  Andere  • 

Opfer des Handels mit Reptilien

Wortlaut der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Import von exotischen Wildtieren für den deutschen Heimtiermarkt zu verbieten.

Begründung

Deutschland ist seit vielen Jahren eines der Schlüsselländer im Handel mit Wildtieren für den Heimtiermarkt. Während bis zu 70 Prozent der „Exoten“ – viele von ihnen Wildfänge aus dem Regenwald oder den Savannen – bereits beim Transport sterben [1], sind die überlebenden Tiere oftmals stark geschwächt und können als Überträger von Zoonosen ein großes Risiko darstellen. Niemand weiß, welche Viren oder Bakterien sie in sich tragen. Denn 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten haben ihren Ursprung im Tierreich [2]. Der größte Teil dieser sogenannten Zoonosen (72 Prozent) resultiert aus dem Kontakt mit wild lebenden Tierarten [3]. Diese Ausbeutung von Wildtieren hat nicht nur die Corona-Krise ausgelöst, sondern brachte in der Vergangenheit auch zahlreiche weitere tödliche und hochansteckende Pandemien hervor – darunter die SARS-Pandemie, die Vogelgrippe H5N1, das Ebolafieber und sogar AIDS. Im Internet, in Zoohandelsgeschäften und auf Börsen werden zu jedem Zeitpunkt Zehntausende dieser exotischen Tiere angeboten. Aufgrund ihrer speziellen Ansprüche werden sie in den Wohnzimmern der Deutschen oftmals nicht alt [4] – doch für ein paar Euro kann man problemlos einen frisch importierten Nachfolger kaufen. Die enorme Nachfrage stellt auch eine erhebliche Bedrohung für die Artenvielfalt dar und ist einer der Hauptgründe für das Artensterben.  Auswirkungen eines Importverbots: Durch ein Importverbot würde die Gefahr, dass mit den exotischen Wildtieren gefährliche Krankheiten eingeschleppt werden, deutlich reduziert. Zudem würden Hundertausende Wildtiere vor einem qualvollen Tod auf dem Transport oder durch falsche Haltung gerettet. Unzählige Tiere würden nicht mehr aus der Natur eingesammelt, um in einem Glaskasten zu enden, was ein großer Gewinn für den Artenschutz wäre.    

Weiterführende Informationen

Quellen: [1] Toland, Elaine / Warwick, Clifford / Arena, Phillip (2012): Pet Hate. In: The Biologist, Vol. 59 No. 3.  [2] OneHealth: OIE - World Organisation for Animal Health, online: www.oie.int/en/for-the-media/onehealth/ (zuletzt abgerufen am 17.03.2020) [3] Global trends in emerging infectious diseases. - PubMed – NCBI, online: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18288193 (zuletzt abgerufen am 17.03.2020) [4] Schmidt, Volker (2008): Die Bedeutung von haltungs- und ernährungsbedingten Schäden bei Reptilien. Eine retrospektive pathologische Studie. 4. Leipziger Tierärztekongress.  

Dieser Vorschlag wird unterstützt von:

PETA Deutschland e.V.

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

jobste@peta.de


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