12062020 Olympia Petitionsplattform

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Biodiversität fordern und unterstützen

Wiebke Wiedeck Wiebke Wiedeck  •  2020-03-25  •  Klima und Biodiversität  • 

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Wortlaut der Petition

Biodiversität - Aufklärung über die Bedeutung von Biodiversität, Umsetzung von Biodiversität als breit angelegter Regierungsauftrag in jedem Garten, in jeder Gemeinde, in der Lanwirtschaft

Begründung

Die biologische Vielfalt bietet uns viel: Nahrung, Medizin und Rohstoff. Leider wertschätzen wir Menschen nicht die Vielfalt unserer Umwelt, sondern zerstören durch Monokultur, falsch verstandene Ordnungsliebe oder Gewinnsucht unsere Biodiversität. Breit angelegte Kiefernwälder und die Belastung der Umwelt durch zu viel Dünger und Gift gefährden die biologische Vielfalt und damit auch unser Überleben und das der nächsten Generationen.

Biodiversität ist lebensraumübergreifend vernetzt. Pflanzen - und Tierarten sind aufeinander angewiesen, um überleben zu können. Der aktuell markante Rückgang der Artenvielfalt wird durch Aktivitäten des Menschen hervorgerufen. Hauptfaktoren dafür sind u.a. die Zerstörung und Aufsplitterung der Lebensräume durch zunehmende Zersiedelung und Überbewirtschaftung, sowie die invasive Ausbreitung bislang ortsfremder Arten. Insgesamt stellen diese Faktoren eine ernst zu nehmende Gefahr für die Biodiversität dar.

Ausschlaggebend für das Überleben von Pflanzen - und Tierarten ist die Erhaltung ihrer Lebensräume. Wir müssen also geeignete Schritte einleiten, um diese Lebensräume und die darin beheimatete Biodiversität besser zu bewahren. Biodiversität soll im großen und kleinen Rahmen komplex gefördert werden. Dazu ist Aufklärung und Umdenken dringend notwendig. Es ist egal, ob es sich dabei um den kleinen Garten handelt oder um eine großflächige Veränderung in der Landwirtschaft. Menschen sollten z. Bsp. darüber breitflächig aufgeklärt werden, dass der angestrebte "Golf-Rasen" ohne Gänseblümchen und Löwenzahn keinerlei Nahrungsgrundlage für Bienen oder Hummeln bietet. Aufklärung ist auch nötig vor dem Hintergrund der großen Bedeutung naturnaher Gärten, Behausungen für Fledermäuse, Behausungen für Igel. Aufklärung ist notwendig, dass zum Beispiel die Beseitigung von Laub im frühen Herbst den Igel wichtige Nahrungsgrundlagen entzieht und das Insektensterben unterstützt. Abgesehen von den vielen Igel, die durch Laubsauger verletzt oder ihres Unterschlupfes beraubt werden.

Straßenränder sollten Insektenschutz und Nahrung bieten. Die Gemeinden sollten Biodiversität unterstützen und den Menschen nahebringen. In ländlichen Gebieten kann beispielsweise eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Methoden eine große Hilfe sein, wenn es um den Erhalt der Biodiversität geht. Das gilt besonders für Gebiete mit intensiver Feldbewirtschaftung, wo Tiere immer weniger Unterschlupf finden. Das Gleichgewicht zwischen bewirtschafteten Flächen und natürlichen Lebensräumen darf nicht zugunsten von Monokultur aufgegeben werden. Initiativen zur Wiederherstellung und Erhaltung von Lebensräumen müssen großflächig angelegt werden, denn sie tragen dazu bei, die Biodiversität zu verbessern. Auch Naturparks, in denen wildlebende Tiere geschützt werden, sind wichtig für die örtliche Biodiversität. Gezielte Initiativen können dazu beitragen, dass schwindende Populationen wiederaufgebaut werden.

Biodiversität im Großen wie im Kleinen sollte ein groß angelegter Regierungsauftrag sein.

Weiterführende Informationen

https://ipbes.net/news/media-release-updated-biodiversity-nature%E2%80%99s-contributions-continue-dangerous-decline-scientists

https://www.waldhilfe.de/waldumbau/

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/urwald-statt-monokultur-wie-waelder-sinnvoll-genutzt-werden-100.html

https://utopia.de/ratgeber/monokultur-definition-nachteile-und-bessere-alternativen/

https://www.quarks.de/umwelt/tierwelt/warum-wir-biodiversitaet-brauchen/

https://www.pnas.org/content/114/30/E6089.long

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0006320718313636

https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb2002_02_010_jax_schutz_biodiversitaet.pdf

https://naturwissenschaften.ch/uuid/8e585ffb-2d9e-53ee-a087-8e9a340ff463?r=20181129105710_1543436520_dcb0147d-d2d2-57f6-82a7-0be0edd257c5

https://www.youtube.com/watch?v=ftPGdTghRjE

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

Wiebke Wiedeck , info@wiebkewiedeck.de www.wiebkewiedeck.de Ich freue mich über jede Vernetzung und Unterstützung.

Kontaktiere mich gerne, wenn du dich offline zu diesem Vorschlag austauschen möchtest. Für mich wäre dies möglich in:

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  • MartinHuck

    Genau richtig: "Leider wertschätzen wir ... Gewinnsucht unsere Biodiversität." Es scheint so, dass wir (leider) alles erst in Geld ausdrücken müssen, um den Wert zu begreifen. Wie wäre es, wenn für jede Fläche, die durch uns genutzt wird, festgestellt wird: a) wie ökologisch wertvoll diese Fläche wäre wenn sie unberührt wäre (Biodiversität, Sauerstoffproduktion, Wasserfilterung etc. und b) wie verarmt ist sie durch unsere Nutzung ist. Wenn die Differenz mit einem öko Nutzungsentgelt ausgedrückt würde und dem Verbraucher sichtbar, als ein ökologischer Fussabdruck, in Rechnung gestellt würde, würden z.B. Produkte aus ökologischen Anbau günstiger. Versiegelte Flächen, Monokulturen würden zu höheren ökologischen Kosten führen und es würde sich lohnen Biodiversität zu fördern.
    Durch diesen marktwirtschaftlichen Ansatz wäre kein großangelegter Regierungsauftrag notwendig, s.a. https://petitionen.12062020.de/budgets/1/investments/254

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