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Kostenloser ÖPNV für alle in ganz Deutschland

Stefan Oehler Stefan Oehler  •  2020-03-23  •  Klima und Biodiversität  • 

Kostenloser ÖPNV, Foto: Stefan Oehler

Wortlaut der Petition

Der ÖPNV darf überall in Deutschland immer und von jedem kostenlos genutzt werden. Kein Schwarzfahren mehr, keine Automaten, keine Tickets, keine Kontrolleure, keine Tarifwaben, keine Zeitzonen, kein Tarif Wirrwarr, nur noch klimaneutraler Transport für jedermann. Die kostenneutrale Finanzierung wird über Umschichtungen durch den Bund organisiert.

Begründung

Mit der Einsparung von klimaschädlichen Subventionen und damit gekoppelt mit der Reduktion der Klimafolgekosten lässt sich ausreichend Geld einsparen, um damit den ÖPNV in ganz Deutschland zu finanzieren, vollständig mit grünem Strom oder Wasserstoff zu betreiben und darüber hinaus sogar deutlich auszubauen. Nur der massive Umstieg vom PKW auf umweltfreundlichen ÖPNV entlastet die Feinstaubbelastung und die CO2 Belastung in den Städten. Nur mit einem kostenfreien ÖPNV werden seine Fahrgastzahlen deutlich ansteigen, so dass die ÖPNV Kapazitäten entsprechend ausgebaut werden müssen. Die PKW Zahlen und die Staus in den Innenstädten würden sich deutlich reduzieren, die Lebensqualität würde spürbar ansteigen. Steuergelder sollen besser zukunftstauglich hier investiert werden, anstatt in die Förderung von Braunkohle, die Reparatur der Klimafolgen und die Heilung von Gesundheitsschäden, je früher desto kostengünstiger.

 

Willy Schmidt macht folgenden Lösungsvorschlag: Kostenloser öffentlicher Nahverkehr und günstiger (oder besser ebenso kostenloser) Fernverkehr. siehe auch seine Petition: "Kostenloser Nahverkehr statt E-Autos"

Selbstverständlich bringt dies eigenen Herausforderungen mit sich (Infrastruktur für Erreichbarkeit und gegen Überfüllung ausbauen). Natürlich sollte die Forschung und Verbreitung der elektrifizierten Fahrzeuge weiter vorangetrieben  und bspw. öffentliche Verkehrsmittel damit ausgestattet werden. Und definitiv sollte es in KEINEM VERBOT für die Nutzung von privaten Fahrzeugen enden! Ziel ist es sinnvolle und attraktive Alternativen zu schaffen.

Eine Auswahl von Vorteilen, welche m. E. die Nachteile kostenloser öffentlichen Verkehrsmittel überwiegen:

keine Verschwendung von Ressourcen (dank Nutzung bereits existierender Strukturen)

sofortiger Rückgang von CO2- & Feinstaub-Ausstoß (Fahrzeug kann von Heute auf Morgen stehen gelassen werden)

private Ersparnisse (kein Neukauf eines E-Autos, weniger Sprit- & Reparaturkosten; noch mehr Ersparnisse bei Autoverzicht oder -reduzierung pro Familie) 

soziale Gerechtigkeit (Unterstützung betrifft finanziell schwache und starke Personen gleichermaßen)

psychische Entlastung (weniger Stress - keine Staus, keine Parkplatzsuche, kein typischer Fahrrad- & Autofahrerkampf, freie Hände & freier Kopf fürs Smartphone oder deine Mitmenschen ;-) )

physische Gesundheit (mehr Bewegung, weniger Feinstaubbelastung, weniger schwerwiegende Unfälle)

Platz für Fahrradwege

Lärmeindämmung

Solidarität (Abbau von Vorurteilen dank täglichen Kontakt mit "Anderen")

Tourismus Mobilität

Weiterführende Informationen

es gibt erste Beispiele für kostenlosen ÖPNV in der EU, Carina Walz hat folgendes Beispiel gefunden:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/ein-vorbild-fuer-ganz-deutschland-zwei-staedte-bieten-kostenlosen-oepnv-an/24583510.html 

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-aktuell/video-kostenloser-nahverkehr-in-monheim-100.html

Kontaktiere mich gerne zu diesen Vorschlag:

oehler@archkom.de


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  • Joa_Falkenhagen

    Wenn Leute z.B. von Frankfurt nach Nürnberg fahren wollen, dann sollen sie auch die Kosten dafür aufbringen, und die Fahrt sollte auf gesellschaftlich kostensparende Weise stattfinden. Das erfolgt am besten in einem Fernververkehrszug mit wenig Halten. Bei einem bundesweit kostenlosem Nahverkehr würden viele Reisende stattdessen Nahverkehrszüge nutzen, die Fahrt würde länger dauern und wäre teurer zu produzieren (mehr Zugmaterial je Fahrgast für dieselbe Reiseentfernung wegen langsamerer Fahrt, mehr Energieaufwand für Bremsen und Beschleunigen an Zwischenhalten usw). Von anderen würden Busse und Züge als Ersatz einer Wohnung oder Wärmestube genutzt werden. Nicht sinnvoll. ABLEHNUNG der Petition.
    Für preiswerteren Nahverkehr, besonders bei Einzelfahrten und kurzen Strecken, bin ich dagegen sehr zu haben, und auch für kostenlose, räumlich beschränkte Angebote, wo Kapazitäten verfügbar sind.

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  • Gely

    Das waere die lösung schlechthin für die Städte. Jetzt kommt das aber... ich beobachte den öffentlichen nahverkehr in münchen seit 40 jahren. Die stadt und die öffentlichen verkehrsmittel sind seit jshren trotz ständigen ausbaus und hohen preisen massiv überberfüllt. Die kapazitätsgrenzen sind erreicht, vor corona musste ich oft mehrere bahnen wegfahren lassen, weil ein einstieg nicht mehr möglich war.
    Und der ausbau ist eine sache von jahrzehnten und wegen der platzproblem niemals so möglich, dass wirklich fast jeder ohne japanische verhältnisse fahren kann.
    Dsher, leider in meinen augen praktisch in grossstädten nicht umsetzbar, leider.
    Sinnvoll waere, wenn alle, die koennen, im homeofficd arbeiten würden, das wuerde eine echte entlastung der strassen und eine grosse umweltentlastung bringen.
    Daher meine stimme nicht

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  • ClaudiaLoftslag

    Hallo Stefan und Willy
    ein guter Vorschlag!! Bin dafür!
    Hier eine mögliche Ergänzung: Vielleicht könnte man gleichzeitig einen relativ günstigen (aber nicht kostenlosen!) Verleih von elektrischen Autos einführen. Es gibt Sachen, die man schwierig mit dem Nahverkehr machen kann (Transport von größeren Gegenständen), aber es wäre nicht wünschenswert, wenn jeder "nur für solche Fälle" ein Auto behält. Um zu verhindern, dass Leute ständig die Mietwagen statt ÖPNV benutzen, könnte man gestaffelte Preise einführen: die ersten 100km/Jahr gratis oder sehr günstig, die nächsten 100km/Jahr zum Kostenpreis, danach Preise wie kommerzielle Verleihe.
    LG Claudia

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